Mitgliederverzeichnis

Öffentliches Profil von 12038

Vorname Christian
Nachname Roerig
Geschlecht -
Institution Landhaus "Am Wiesgrund" GmbH
Adresszeile 1 Obertrogen 3
Postleitzahl 88171
Ort Weiler-Simmerberg
Telefonnummer 08387 / 99248
Handynummer -
Faxnummer 08387 / 99249
E-Mail-Adresse info@amwiesgrund.de
Webseite http://www.amwiesgrund.de
Notizen -
Adresszeile 2 -
Abteilung Einrichtung
Arbeitsgebiet

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Kurzbeschreibung:
Wir sind eine heilpädagogische Einrichtung mit individuell therapeutischen Zusatzangeboten. Angeschlossen sind 2 Häuser, das Landhaus "Am Wiesgrund" für Kinder und Jugendliche ab ca. 4 Jahren bis ca. 14 Jahren und das Haus Robin Hood für das Alter ab ca. 12 Jahren bis ggf. zum Ende der Lehrzeit. Ausführliche Infos entnehmen Sie bitte unserer Internetseite, rufen Sie uns an oder vereinbaren Sie einfach einen persönlichen Besichtigungstermin.

 

Das Landhaus "Am Wiesgrund" in der Kurzübersicht

 

Es ist nicht einmal genug, im richtigen Moment das Richtige zu tun, sondern es muss auch mit den richtigen Gefühlen getan werden, die zu den betreffenden Handlungen gehören.

 

 

 

(Bruno Bettelheim)

 

 

 

Die Hausgemeinschaft bilden zwei Gruppen in einem liebevoll und aufwändig restaurierten Haus, das einen stimmungsvollen pädagogischen Rahmen bildet. Dazu gehört ein Stall mit derzeit 5 entsprechend ausgebildeten Pferden, die uns tatkräftig in der pädagogischen und therapeutsichen Arbeit unterstützen. Unterstrichen wird die soziale Nähe und Anteilnahme durch das Bezugsbetreuermodell. Die Kinder sollen in ihren individuellen Eigenheiten, Einbindungen und Bezügen wahrgenommen und angemessen erzogen werden, damit sie realistische Beziehungen zu sich und der Welt aufbauen können.

 

Im Landhaus leben jüngere Kinder, die ggf. mit Erreichen des Jugendalters in die JWG Robin Hood wechseln können.

 

In den lebenspraktischen Alltag sind die Kinder aktiv eingebunden um sie zur allgemeinen Lebensbewältigung hinzuführen. Die Eingewöhnung bei uns und die Kontakte zu den Angehörigen werden individuell ,je nach Sachlage und Möglichkeiten gestaltet und auch außerhalb der Besuchszeiten sind Kinder wie Mitarbeiter über das Gruppentelefon erreichbar. Als kleine Einrichtung mit begrenzter Altersstreuung möchten wir jedes Kind in seiner Individualität, seinem Entwicklungsstand und seinen pädagogischen Bedürfnissen erreichen und wir bieten zur gruppenpädagogischen Grundbetreuung verschiedenen Formen von pädagogischen, diagnostischen und therapeutischen Zusatzangeboten

 

Wir bieten eine Alternative zum bisherigen Lebensumfeld 

Einrichtungsart und Zielgruppe 

Wir sind eine heilpädagogische stationäre Einrichtung der Jugendhilfe mit altersdifferenzierten Bereichen. Wir nehmen Kinder und Jugendliche auf, die kurz- mittel- oder langfristig aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr in ihrem bisherigen Lebensfeld verbleiben können und gezielter Betreuung und Förderung bedürfen. Die Unterbringung kann kurz- oder langfristig geplant sein, mit Rückkehr in die Familie oder Vorbereitung auf ein selbständiges Leben. Wichtige Aufnahmekriterien sind für uns der Entwicklungsstand, die gesamten Fallumstände, unser Eindruck, ob Kinder zu uns passen und ob unsere Leistungsangebote den jeweiligen Bedarf an Hilfen zur Erziehung abdecken können. Unterbringungsgründe können mit folgenden Faktoren zusammenhängen:

 

  • Familie und des Lebensumfeldes
  • Störung oder Gefährdung der Persönlichkeitsentwicklung, drohende seelische Behinderung
  • Kinder mit traumatisierenden Erlebnissen 

Betreuungsumfang

In unseren kleinen Gruppen besteht eine hohe Flexibilität individuelle Betreuungsmodelle zu vereinbaren.

  • Ganzjährig durchgehende Vollzeitbetreuung bis zur Verselbständigung.
  • Daneben: Individuelle Varianten/Konzepte der Betreuung wie z.B. Kurzzeitaufenthalte für wenige Wochen, Aufenthalte nur unter der Woche oder Hilfen für junge Volljährige etc.
  • Neben der heilpädagogischen Grundbetreuung können zusätzliche intensivpädagogische und/oder therapeutische Leistungen für einen bestimmten Zeitraum zusätzlich vereinbart und abgerechnet werden.
  • Betreuung während der Ferienzeit ist gewährleistet. Verschiedene Ferienmaßnahmen werden angeboten bis hin zu den jährlichen zweiwöchigen Auslandsreisen (Ferienfreizeit).

 

Unsere Philosophie und pädagogische Grundorientierung

Altersdifferenzierung

Die Wohnbereiche der Einrichtung sind nach Alter differenziert. Die Gruppenzuordnung bei der Heimaufnahme erfolgt nach dem individuellen Bedarf. Nach unserer Erfahrung freuen sich die Kinder auf ihren Übertritt in die JWG oder in das betreute Wohnen. In den nächsten Bereich aufgenommen zu werden dokumentiert ihnen den persönlichen Entwicklungsfortschritt. 


Entwicklungsfördernde Atmosphäre in der Gruppe

Das Klima kann "...wichtige Einflußgröße darstellen hinsichtlich Haltungen und Stimmungen, Verhalten, Gesundheit und allgemeines Wohlbefinden, die soziale, persönliche und intellektuelle Entwicklung "(Rudolf Moos). Das Gruppenleben an sich soll schon Voraussetzungen günstiger Selbstentwicklung bieten und Möglichkeiten, psychische Fehlentwicklungen oder Krisen zu kompensieren und zu überwinden
.


Zentrale Punkte sind für uns

 

  • Ein haltendes Lebensumfeld, das von der räumlichen Gestaltung bis hin zur persönlichen Begegnung emotional positiv erlebt wird
  • Das Bezugsbetreuermodell: (d. h. jedes Kind hat eine für ihn hauptsächlich zuständige Bezugsperson)
  • Klarheit und Berechenbarkeit im Gruppenalltag.
  • Anregung und Kompensation im Gruppenalltag
  • Respektierung von Person, persönlichen Bindungen und privater Sphäre
  • Teilhabe, Einfluß und Mitbestimmung der jungen Menschen am Gruppenleben
  • Schaffung guter Arbeitsbedingungen für die Betreuer.
  • Kooperation mit allen Personen und Stellen, die zum Lebens- und Betreuungsfeld gehören

Individuelle Betreuung und Hilfeplanung

In der Hilfeplangestaltung / Fortschreibung werdenggf. mit den Kindern, wichtigen Bezugspersonen und dem Jugendamt Bedarfslagen festgestellt, Lösungsstrategien entwickelt, neue Ziele formuliert und Fortschritte dokumentiert. Dabei möchten wir so flexibel wie uns möglich und fachlich vertretbar, Wünschen entgegen kommen. Besonders wichtig erscheint uns eine realistische Erreichbarkeit der Ziele. Wir schlagen für die Hilfeplanung vor:

  • Konkretheit, Anschaulichkeit
  • Genaue Analyse der Sachlage,
  • Auswertung bisheriger Bewältigungsversuche und Hilfestellungen,
  • Bestimmung von individuellem Bedarf
  • konkrete und realistische Zielsetzungen
  • Planung von Mittel und Methoden
  • Klare Verteilung der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten (Wer der Hilfeplanpartner ist für was zuständig ?)
  • Festlegung eines Zeitraums, nach dessen Ablauf ausgewertet und der Hilfeplan fortgeschrieben wird.

 

Erziehungsziel und -weg bedürfen gegenseitiger klarer und transparenter Vereinbarungen zwischen allen Beteiligten. Bei den Zielsetzungen orientieren wir uns eher an den konkreten Gegebenheiten, Personen und Umständen des jeweiligen Falles und weniger an Idealen, Hypothesen und allgemeinen, globalen Zielen. Wir begrenzen uns lieber auf das, was uns realistisch erreichbar scheint, sich konkretisieren und überprüfen läßt. 

Pädagogischer Ansatz

Die Kinder im Landhaus Am Wiesgrund leben in 2 kleineren Gruppen in einem Haus. Die geringe Altersspanne (ca. 4-12 Jahre) erlaubt die Spezialisierung der jeweiligen Gruppe auf die Entwicklungsaufgaben einer relativ begrenzten Altersspanne.

Haltendes Lebensfeld

Das Landhaus vermitteln eine Ausstrahlung von Kontinuität, Geborgenheit, Verbundenheit mit Natur und Geschichte und ermöglicht flexible Raumnutzung . Die natürliche Atmosphäre des Hauses wird gezielt genutzt und unterstrichen. Räume und Einrichtung werden in der Regel als außergewöhnlich schön und emotional positiv erlebt. Jedes Kind weiß, wo es hingehört und welche BezugsbetreuerInnen zuständig sind. MitarbeiterInnen können "haltende" Funktionen nur dann ausfüllen, wenn sie sich selber auch emotional "gehalten" erleben. Deshalb bieten wir unseren MitarbeiterInnen gute Rahmenbedingungen ihrer Arbeit, Spielräume und Selbstbestimmung und interne wie externe fachliche wie emotionale Unterstützung.

Wachsame und aufmerksame Grundhaltung der BetreuerInnen

Welche Bedürfnisse oder Entwicklungsthemen könnten sich hinter bestimmten Äußerungen und Phänomenen verbergen ? Wie können wir darauf eingehen ? Was möchten wir selber gestalten und erleben ?

Bezug zu sich und zur Welt

Zur Vertiefung des basalen Selbst- und Fremdbezugs, arbeiten wir alltagsintegriert auch mit körperbezogenen Angeboten wie autogenem Training für Kinder, Massage, Meditation und bieten förderde und kompensatorische Grunderfahrungen auf einem weiten Spektrum. Themenbezogene Projekte fördern Interesse, intellektuelle und motivationale Entwicklung und fördern die eigene Einordnung in und Bezugssetzung zur umgebenden Welt. Themen aus dem Alltagsleben werden immer wieder in gezielte pädagogische Aktionen umgesetzt und gründlich er- und durchgearbeitet. Der kreative Bereich als eine Form von Selbstfindung und Selbstausdruck hat festen Bestand im Alltagsleben.

 



Klarheit, Berechenbarkeit und persönliche Sphäre 

Das Leben und die Regeln sind klar, transparent und vorhersagbar , dabei auch beweglich und anpassungsfähig an den jeweiligen Entwicklungsstand Einzelner, der ganzen Gruppe und an situative Erfordernisse. Aus dem Recht auf persönliche Sphäre ergeben sich natürliche Grenzen dort, wo die Grenzen anderer überschritten werden. Die Spanne reicht hier von den Umgangsformen im Miteinander bis hin zur Achtung persönlichen Besitzes. Zum Recht auf Privatleben gehört auch, daß sich ein Kind z.B. auf zugesicherte Verschwiegenheit der BetreuerInnen verlassen kann. 

Anregung, Kompensation

In den Gruppen ist der Alltag aufgelockert und verläuft nicht in starren schematischen Strukturen sondern bietet Zeit und Raum für informelle und eigengestaltete Aktivitäten. Bei uns sollte erlebt werden können, was zuhause nicht oder mangelhaft erlebt wurde und zu Problemen führte. Auf der anderen Seite sollen die Kinder vor nicht entwicklungsdienlichen Erlebnissen geschützt sein (z.B. Gewalt) und Raum für Erholung und Kindsein erfahren. Durch die Eröffnung und Förderung von Entwicklungsräumen im Alltag sehen wir bereits kompensatorische Potentiale . 

Vermittlung von Fähigkeiten und Fertigkeiten

Die Kinder werden in den lebenspraktischen Alltag aktiv eingebunden und angeleitet. Jedes Kind soll zu brauchbaren Techniken für die alltägliche Lebensbewältigung hingeführt werden. Darunter füllt auch die intensive schulische Förderung und Betreuung mit Zusammenarbeit von BezugsbetreuerInnen und Lehrkräften.

Realisierung im Alltag

Die pädagogischen Zielsetzungen werden auf die Handlungs- und Verhaltensebene umgesetzt. Die Tat ist nicht zu ersetzen. Lernen erfolgt primär in Aktivitäten und Aktionen des Alltags. Z.B. können beim gemeinsamen Anlegen des Bauerngartens (Landhaus) oder bei der Obsternte das Lernen von Planung und Koordination, der Erwerb praktischer Fertigkeiten, das Erleben von Nähe und persönliche Effizienz bestens miteinander verbunden werden. 

Elternarbeit

Wir sind für die Angehörigen auch außerhalb der Hilfeplanung ansprechbar und nehmen auch von uns aus mit ihnen Kontakt auf. Wir bieten den Eltern an mit uns über die familiäre Problematik zu sprechen. Der Übergang von Zuhause (Eingewöhnung) kann ganz individuell und schrittweise je nach Sachlage und Möglichkeiten gestaltet werden (z.B. vorbereitende gegenseitige Besuche, Probewohnen, u.ä.). Besuchsregelungen, Kontakte und Informationsaustausch werden individuell und flexibel vereinbart. Außerhalb der Besuchszeiten sind die Kinder über das Gruppentelefon erreichbar. Unser Ziel ist, mit jeder Familie ein individuelles Modell von Kontakt, Information und gegenseitiger Unterstützung zu erarbeiten, das von allen Beteiligten sinnvoll empfunden und unterstützt wird. Wir streben an, daß sich über die Zeit eine gewisse Grundübereinstimmung aller Beteiligten (Mitarbeiter, Kinder , Jugendamt und Familie) darüber entwickelt , daß ein Kind bei uns lebt, welche Ziele gesetzt werden und wie sie erreicht werden sollen.

Qualitätssicherung (Übersicht)

Wir beschäftigen uns mit Struktur - Prozess und Ergebnisqualität auf folgenden parallelen Linien

Lebensqualität

Übergreifend und zentral für uns ist jenseits aktueller oder auch modischer Definitionen, die Lebensqualität in unseren Häusern, eine Atmosphäre die Kindern, Jugendlichen und ErwachsenenWohlfühlen vermittelt und positive Entwicklung ermöglicht und unterstützt. 

Systematische Reflexion der Arbeit, im Team, mit oder ohne Supervision

Hilfeplanauswertungen. Auswertung von Fallverläufen über die Heimzeit.

Pflege der Kommunikationswege

z.B. Träger und Einrichtungsleiter eingebunden und bestens erreichbar für alle MitarbeiterInnen , regelmäßige Arbeitssitzungen auf allen Ebenen der Einrichtung. Intensiver Kontakt und Informationsfluß mit jeweils fallrelevanten Stellen und Personen.

Fachliche Vernetzung mit externen Diensten

z.B. Externe Einschätzungen von, Gruppenklimas, individueller Entwicklung von Kindern und Jugendlichen (Psychologische, psychiatrische, heilpädagogische Befunde), Zusammenarbeit mit externen Fachdiensten.

Interne Auswertung von Fallverläufen 

auch mit der Frage: Was lernen wir für unsere Arbeit ?
Wo müssen wir uns entwickeln und verändern ? 

Fortlaufende externe wissenschaftliche Begleitforschung 

Z.B. mit Verlaufsmessungen zu Erleben und Entwicklung der Kinder/Jugendlichen und zum sozialen Klima oder Analysen zu Organisation und Struktur. Die Ergebnisse gehen als externe Rückmeldungen in die Bereichsfachberatungen und in die Trägerberatung ein. (derzeit in der Jugendwohngruppe Robin Hood und im "Haus Am Wiesgrund" in Vorbereitung)

Organisationsentwicklung als ständiger Prozess

Beständige Überprüfung und Optimierung von Struktur, Klarheit und Effizienz der Einrichtung auf allen Ebenen . Fortlaufende Weiterentwicklung des pädagogischen Konzeptes und der professionellen Kompetenzen basierend auf Erfahrungsauswertungen. (Struktur- Prozess- und Ergebnisqualität ist ein Schwerpunkt externer Supervision/Fachberatung).

Vernetzung der Einrichtung im fachlichen Diskurs

z.B. Lehrveranstaltungen der Universität München in der Einrichtung, Publikationen, Verbandsmitgliedschaften.

b>Maßnahmen zur Förderung der Arbeitsplatzattraktivität

(z.B. weitgehende Freistellung vom Nachtdienst, Entgegenkommen bei der Urlaubsplanung, realistische Aufgabendefinitionen, ständiger Ausbau der Kommunikationsstrukturen)

Förderung der Mitarbeiterqualifikation

Interne und externe Fortbildungen, Supervision / Fachberatung, berufserfahrene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Dokumentationssysteme 

z.B. von Beobachtungen, Maßnahmen, Teamsitzungen, Ereignissen in der Gruppe, Übergabesituation. 

Interne Handreichungen für die MitarbeiterInnen

zu verschiedenen Aspekten ihrer Arbeit. (z.B. Handouts zu rechtlichen Fragen, zu Aufnahme und Hilfeplanung etc.)

Übersicht der Förder- und Erlebnisangebote

Allgemein

Therapie muss für die Betreuer, Eltern, die Kinder und Jugendlichen und die Kostenträger effektiv und absehbar sein. Therapie muss vielfältig sein in ihren Angeboten um unterschiedliche Bedarfslagen abzudecken. Therapie und Pädagogik müssen miteinander verzahnt sein. 

Schritte in Planung und Durchführung und Auswertung von Therapieangeboten

Dem Kostenträger wird grundsätzlich der Indikationsvorschlag einer heilpädagogischen Einzelförderung oder eng befristeter Projekte und themenbezogener Kurse begründet und dargestellt. Bei Bewilligung erfolgt die konkrete Planung in Kooperation der Pädagogen mit den Spezialisten ggf dem Psychologen und der Heimleitung gemeinsam. 

  1. Problemfeststellung, Zieldefinition , Kriterienfestlegung für Erfolg und Fortschritt (Diagnose & Indikationsstellung. Was soll das Zusatzangebot leisten ? Ist ein Zusatzangebot angezeigt ? Ist der gewählte Zeitpunkt zu einem Zusatzangebot richtig ?
  2. Methodenindikation: Welches Angebot, welche Therapie, welche Methoden setzt man ein? Ist Einzelbehandlung sinnvoll oder innerhalb einer Gruppe ? Therapie beim internen Therapeuten ? Bei externen Fachkräften die in die Einrichtung kommen oder Aufsuchen einer externen Praxis ?
  3. Zeitraum, bzw. Stundenzahl bis zu eine Zwischenbilanz: Es wird ein Zeitraum zu definiert, nachdem resümiert wird, ob die erwarteten Fortschritte oder Ergebnisse eingetreten sind.
  4. Evaluation: War das Angebot effektiv, so kann es als erfolgreich abgeschlossen werden oder als erfolgsversprechend befristet weiterlaufen. Wenn es ineffektiv erscheint, dann ist es abzusetzen oder zu verändern in Ansatz und Methode.
  5. Verzahnung von Zusatzangeboten und Pädagogik: In Planung und Auswertung müssen die Bezugsbetreuer beteiligt werden und je nach Art des Angebotes können sie auch in Verlauf beteiligt sein (z.B. in der Projektdurchführung, oder bei bestimmten Sitzungen innerhalb einer Therapie).Im Verlauf einer Therapie oder eines Angebotes erfolgt Austausch zwischen Spezialist und Betreuer in festgelegter und vereinbarter Häufigkeit.


Unsere Angebote

Einzelstunden für Kinder und Jugendliche
Hausinterne heilpädagogische Spielbehandlung (vgl. Konzept)

  • Kreative und erlebnispädagogische Projektarbeit (Gruppenangebote) in Zusammenarbeit mit externen Honorarkräften .
  • Die Projekte sollen konzentriert, intensiv und zeitlich befristet Lernbedingungen bieten zur Persönlichkeitsbildung und sozialen Entwicklung.
  • Dabei werden externe Spezialisten eingebunden und so der Pool an Fachlichkeit der Einrichtung beträchtlich erweitert. Ausgewiesene Fachleute für bestimmte Methoden oder bestimmte Themen werden zur Kooperation gewonnen.
  • Dieser Bereich wird perspektivisch ausgebaut und erweitert werden.


Wir unterscheiden grob

  1. Methodenzentrierte Projekten: Hier werden bestimmte Methoden aus Kunst, Kultur, Sport und Pädagogik angeboten und miteinander verknüpft ( Beispiele: Outdoorprojekt mit Bergführer, Theaterprojekt mit Schauspielerin, Instrumentenbau und Musikprojekt mit Musikpädagogen.)
  2. Themenzentrierte Projekte: Mit Kindern und Jugendlichen unserer Klientel stellen sich immer wieder ganz typische Themen, die wir zum Inhalt spezieller therapeutischer Gruppenangebote machen wollen: z.B.: Warum bin ich im Heim ?; Mißbrauch und Mißhandlung; Sucht in der Familie; Tod eines Elternteils, Leben in der Stieffamilie, Trennung und Scheidung usw. (Beispiele: Gruppe für Kinder mit einem toten Elternteil, Gruppe für Kinder mit Mißhandlungserfahrung)


Im Einzelnen

Bei der nachfolgenden Aufzählung handelt es sich um Hilfen, die je nach individuellen Bedarf und in Absprachen mit den Hilfebeteiligten gewährleistet werden können. Komponenten die nicht im Pflegesatz enthalten sind, bedürfen zusätzlich einer vorherigen Genehmigung durch die zuständige Kostenstelle.

  • Intensivpädagogische Krisenintervention
  • Intensive Einzelbetreuung
  • Musikpädagogik
  • Themenbezogene Einzelund Gruppenarbeit
  • Mal und gestaltungstherapeutisches Arbeiten mit den Kindern und Jugendlichen
  • Komponenten aus Trainingsprogrammen nach Petermann/ Petermann.
  • Individuelle schulische Förderung
  • Heilpädagogische Einzel und Kleingruppenarbeit
  • Heilpädagogische Intensivbetreuung nach Bedarf
  • Heilpädagogische Therapieangebote
  • Kinder und Jugendlichen Sprechstunde
  • Projekte in Zusammenarbeit mit einschlägigen Fachleuten (z.B. Reitlehrer, Künstlern, Bergführer)
  • Sicherstellung zusätzlicher notwendiger pädagogischer und therapeutischer Hilfen durch Fachstellen von außen (z.B. Psychotherapie mit erlebnispädagogischen Ansätzen bei Kinder
  • und Jugendpsychiater auf Krankenschein bei der Psychologischen Beratung).
  • Enge Zusammenarbeit mit Ärzten und fachärztlichen Hilfen der Region.

Konzept Heilpädagogischer Fachdienst 

Grundverständnis

Der Heilpädagogischen Fachdienst steht gruppenübergreifend den Kindern, Jugendlichen, unde jungen Erwachsenen der Einrichtung zur Verfügung .

Schwerpunkt der fachlichen Tätigkeit ist die Durchführung der Heilpädagogischen Spielbehandlung (HPS), für Kinder im Alter von 4-12 Jahren und die Heilpädagogische Individualbehandlung (HPI), für Jugendliche und junge Erwachsene, als therapeutische Einzel- und Kleingruppenmaßnahme. Der Ansatz der angebotenen Behandlungen ist Klientzentriert, die Vorgehensweise weitgehend Nondirektiv, soweit dies dem therapeutischen Prozeß dienlich ist.

Aufgaben des Fachdienstes

  • Gezielte Förderung bei fehlender, defizitärer oder ungenügender Kompetenz (HPS/HPI)
  • Aufdeckungs- und Aufklärungsarbeit (z.B. bei sexuellem Mißbrauch)
    Ergänzung zum therapeutischen Gruppenmilieu (z.B. Einzelfallunterstützung, fachliche Beratung von Mitarbeitern)
  • Begleitung (z.B. Sprechstunde, Gesprächstherapeutisches Angebot)
  • Vertretung seiner Fachlichkeit einrichtungsintern und extern (Jugendämter, Schulen, u.ä.)
  • Krisenintervention (z.B. bei Suizidgefährdung, drohendem Verlust des Arbeitsplatzes, ect.) Ergänzende Elternarbeit (z.B. Anamneseerstellung, Vergangenheitsbewältigung, Beratung)

 

Zielgruppe


Kinder und Jugendliche von 4 - 18 Jahren, sowie junge Erwachsene,
welche das Vermögen besitzen, sich verbal und aktional äußern zu können, d.h. ohne größere Körper-, Geistige-, Sinnesbehinderungen, sowie hirnorganische Störungen.
Vorzugsweise Verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche mit folgender Symptomatik:
Aggressivität, Schulleistungsstörungen, Einnässen, Einkoten, ängstlich-unsicheres Verhalten, schlechte Konzentrationsfähigkeit, impulsives oder hyperaktives Verhalten, fehlende Ausdauer, Eßstörungen, sexualisiertes Verhalten, Autoaggressionen, Distanzlosigkeit, suizidales Verhalten, Depressivität, u.a.m.

Berücksichtigung des individuellen Bedarfs

Behandlungen (HPS/HPI) sind, je nach Vereinbarungen bis zu 4 x pro Woche möglich. Die Ferien- und Urlaubszeiten sind in der Regel therapiefreie Zeiten, um dem Kind, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen die Wahrnehmung von Heimfahrten (Eltern, Angehörige, u.a.) oder ganztägigen Gruppenaktivitäten, sowie die Teilnahme an Ferienmaßnahmen, zu ermöglichen. Auch individuelle Bedürfnisse, wie die regelmäßige Wahrnehmung von Außenaktivitäten (z.B. in Vereinen), finden soweit wie möglich Berücksichtigung, um eine Einschränkung der persönlichen Entfaltung im Alltag zu vermeiden.

Diagnostik

Die vorgenommene Diagnostik ist weitgehend prozessorientiert und beschränkt sich vorwiegend auf nichtstandardisierte Verfahren (Familie in Tieren, Satzergänzungstest, u.ä.).

Ergänzungen durch standardisierte Verfahren oder Beiträge anderer Fachrichtungen werden in der Zusammenarbeit mit externen Stellen eingeholt soweit nötig (z. B. Kinder-und Jugendpsychiater, Psychologische Beratungsstelle, Logopädie, Krankengymnastik).

 

Therapieinhalte

 

Die Heilpädagogische Spielbehandlung trägt der Problematik, der uns anvertrauten Kinder, zum größten Teil in ausreichendem Maße Rechnung, da sie dem Charakteristikum kindlichen Vermögens, bezüglich Fantasie und Ausdruck, in hervorragender Weise entspricht.


Ab dem Alter von etwa 12 Jahren läßt jedoch die Bereitschaft merklich nach, sich auf Spiel und Spiele einzulassen, so daß von da an die angebotene Heilpädagogische Individualbehandlung den Bedürfnissen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen wesentlich besser entgegenkommt. Für diese Personengruppe haben die Gesprächs- und Gestaltungstherapeutischen Angebote eine zunehmende Bedeutung.

Das Gesamtangebot beinhaltet im Wesentlichen:
Spiel und Spiele, Gespräch, Malen und Gestalten (Knete, Ton, Holz), Übungen zur Entspannung und Sensibilisierung, Autog.Training, Bewegung, Psychodrama/Monodrama, Tai-Chi, Außenbegegnung.

Therapieziele

Traumatabewältigung, Bearbeitung von Defiziten, Erlangung von Kompetenz, Aggressionsabbau, Aufbau von Selbst- und Fremdwahrnehmung, Steigerung der Leistungsbereitschaft, Konzentrationsfähigkeit, Steigerung der Ausdauerleistung, Koordinationsfähigkeit, Selbstwertaufbau (Ermöglichung von Erfolgserlebnissen), Artikulationsverbesserung.

Zusammenarbeit

Der Heilpädagogische Fachdienst wird als ein Bestandteil und Ergänzung der Pädagogik betrachtet. Demzufolge Arbeiten Fachdienst und Gruppenbetreuer eng zusammen, bei Wahrung der therapeutischen Vertraulichkeit gegenüber den Kindern und Jugendlichen.

 

  • Fallbesprechungen: Gemeinsame Planung, Zielsetzung, Verlaufs- und Ergebnisbeurteilung der heilpädagogischen Angebote von Fachdienst und Bezugsbetreuer
  • Partielle Teilnahme bei Mitarbeiterbesprechungen der Gruppen
  • Partielle Teilnahme bei Hilfeplanungen
  • Teilnahme im Bereichsleiterteam (Heimleitung und die jeweiligen Hausleitungen)

Kooperation mit externen Fachdiensten

Die Zusammenarbeit mit anderen Fachdiensten (externen) ist selbstverständlich und gewünscht (andere diagnostische wie therapeutische Maßnahmen)
Stellt sich bei einem Kind, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen heraus, daß eine psychotherapeutische oder anderweitige Behandlung eher von Nöten ist, wird selbstverständlich auf eine heilpädagogische Behandlung nicht beharrt.

Dokumentation und Berichterstattung

Der Fachdienst dokumentiert seine Tätigkeiten und liefert einen eigenen Anhang bei den Hilfeprozessberichten.

Projekt 2001 "Klettern als therapeutisches Angebot"

Derzeit arbeiten wir an dem Projekt „Sportklettern mit Kindern als therapeutisches Angebot“ mit dem erfahrenen Bergführer Stefan Brück zusammen. Er ist Spotfachlehrer (staatlich geprüfter Berg- und Skiführer) und leistet seit nunmehr 10 Jahren Bergführertätigkeit und hat in der Vergangenheit viele erlebnispädagogische Kurse und Ausbildungen geleitet (z.B. Outward Bound, hier auch konzeptionell bei Alpinthemen anlässlich der „Zusatzausbildung Erlebnispädagogik“.

Seine Erfahrungen und Fähigkeiten wollen wir mit unserer Kenntnis über die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen kombinieren. Mit diesem Wissen über die Gruppe wie auch der Einzelnen, können Stärken gezielt ausgebaut werden und Schwächen gezielt gefördert werden. Denn die Situationen sind einerseits absolut real und realistisch, andererseits aber sind sie für den Leiter gezielt konstruierbar.

Sportklettern (geführtes Klettern durch Fachleute) spricht Kinder u. Jugendliche in hohem Maße an, da es ein großes Motivationspotenzial besitzt (Spieltrieb, Bewegungsdrang und Neugierde werden befriedigt) und weite Bereiche der persönlichen Entwicklung abgedeckt. Insbesondere werden beim Klettern die unterschiedlichsten Fähigkeiten und persönlichen Eigenschaften gefördert.

  • Die motorische Entwicklung wird durch die wenig normierten Bewegungsabläufe stark gefördert und durch den Drang nach selbstbestimmten Tun unterstützt. Hier können durch gezielte Konstruktion von Griff-/ Trittfolgen (Halle) ganz konkret Bewegungsmuster gefördert od
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